Am System zerbrechen?

In uns allen steckt viel mehr, als wir denken. Davon bin ich 100%ig überzeugt. Immer wieder darf ich solche Entwicklungsprozesse begleiten. Immer wieder muss ich aber leider auch erkennen, dass uns Systeme (Team, Gruppe, Familie, …) und deren Dynamiken zu schaffen machen. Wer dann auf Dauer gegen diese Systeme kämpft, der zerbricht irgendwann daran. Anfangs macht sich Frust breit und es wird noch energievoll mit dem Finger auf andere gezeigt (Schuldfrage). Dann kommt die Perspektivlosigkeit und vielleicht auch ein Gefühl von Ohnmacht (Gefangen im Gedankenkarussell). Wird dies zum Dauerzustand, so kann sich daraus ein gefährlicher Gefühls-Gedanken-Cocktail entwickeln („Inkohärenz“). Um diesen Zustand auszuhalten, wird dieser Cocktail in eine Kiste gepackt und in die tiefste Ecke des inneren Kellers gepackt. Dort modert er dann vor sich hin und meldet sich irgendwann Form von Krankheit. Ich bin mir bewusst, dies ist eine sehr vereinfachte Logik!

Es befinden sich zurzeit einige Menschen in meinem Umfeld, deren modernder Cocktail mal kurz „muffelt“, sie ihn aber immer noch ignorieren. Bei anderen ist gerade die Krankheit ausgebrochen. Burnout, Herzinfarkte, Krebs sind ja fast schon „normal“. Aber muss das sein?

Mich haben diese Menschen an meine eigenen Themen erinnert. So habe ich mir die Frage gestellt, bei welchen Systemen ich selbst etwas korrigieren bzw. „lassen“ sollte. Und ich habe Entscheidungen getroffen. Das fühlt sich ziemlich gut an! Ich möchte jeden Leser dazu motivieren, die eigenen Systeme zu hinterfragen bzw. sich die Kisten im inneren Keller anzuschauen.

Herzliche Grüsse, Daniela Dollinger

Lassen

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