Vorbildfalle: Mixed Messages

Was ist die Geschichte?

Vor zwei Jahren hat sich die Unternehmensleitung für eine neue Vision ausgesprochen. Überall hängt es an den Wänden, in den Mangement Meeting wird es geprädigt und auf der Homepage dafür geworben: Wir wollen Service-Leader werden!
 Noch immer aber orientieren sich unsere Boni ausschliesslich am Profit, unsere Meetings kreisen rund um Produktqualität und Ansätze für Kulturveränderung oder Mindset-Change werden belächelt.

Was löst das bei mir aus? Wie geht es mir dabei?

Unverständnis: Wieso investiert das Management viel Zeit und Geld in die Entwicklung eines neues Zielbildes, ist aber nicht konsequent bei der Umsetzung?
Frust: Ich fühle mich bei der Umsetzung alleine gelassen.

Weshalb empfinde ich das Verhalten als nicht vorbildlich?

Von unserem Mangement erwarte ich Walk the Talk! Wir senden nach aussen und nach innen unterschiedliche Messages. Ich empfinde das als nicht authentisch.

Was wünsche ich mir stattdessen?

Dass wir gemeinsam an der Umsetzung arbeiten. Dass unsere Ideen für z.B. Mindset-Change angenommen werden. Dass das Management versteht, dass unternehmensweites neues Denken nicht vom Himmel fällt, sondern harte Arbeit ist.

Ein Gedanke zu „Vorbildfalle: Mixed Messages

  • 15. April 2016 um 15:56
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    (Kommentar von Eva-Marie Hohnholt) In dem skizzierten Prozess der Veränderung wird ein kraftvolles Führungsinstrument – die Erarbeitung einer Unternehmensvision – nachlässig eingesetzt. Die halbherzige Umsetzung der Unternehmensvision in den Alltag schafft Frustration. Der positive Wille der Mitarbeiter, sich für die Neuausrichtung des Unternehmens einzusetzen, wird damit durchkreuzt. Anstatt für eine veränderte Zukunft zu motivieren, demotiviert der Visions- und Leitbildprozess – schade um das verschenkte Engagement.

    Wie der Beitrag zeigt, ist der Wille zum Engagement seitens der Mitarbeiter jedoch noch nicht verpufft. Mit Umsetzungmassnahmen, die die Vision im Unternehmen verankern, kann den Mitarbeitern signalisiert werden: „Wir meinen es ernst und räumen die Hindernisse aus dem Weg, so dass wir gemeinsam unser Unternehmen in die Zukunft führen können.“

    Und der erste Schritt dazu? Das ist der Entschluss der Führungsebene, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Führungssysteme, Organisation und Prozesse müssen auf den Prüfstand gestellt werden, ob sie der Zukunftsausrichtung gerecht werden. Entsprechende Anpassungsmassnahmen müssen geplant und umgesetzt werden. Aus weichen Faktoren werden mit sichtbaren und messbaren Massnahmen harte Fakten. Und motivierende Erfolgserlebnisse für diejenigen, die sich engagieren.

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